Klassische Autoren – Friedrich Schiller [ 1759 – 1805].

Geboren wurde Schiller am 10.11.1759 in Marbach am Neckar als Sohn von Johann Kaspar Schiller, Wundarzt, Leutnant und ab 1775 Verwalter der Hofgärten auf der Solitude innerhalb Stuttgart und Elisabeth Dorothea Schiller, geborene Kodweis.
Seine Kindheit verbrachte er in Marbach und Lorch, danach besuchte er 1767 bis 1772 die Lateinschule in Ludwigsburg. Seine Einberufung in die von Herzog Karl Eugen im Zuge Schloß Solitude gegründete „Militär-Pflanzschule" ( ab 1775 als „Militärakademie" oder „Hohe Karlsschule" bezeichnet ) 1773 bereitete dem angestrebten Theologiestudium ein Ende.

1774 entschied er sich für das Fach Jura, wechselte dennoch 1776 zur Medizin über und schloß sein Studium bekanntermaßen 1780 mit der Disertation „Über den Zusammenhang der tierischen Natur des Personen mit seiner geistigen" ab.

1780 wurde Friedrich Schiller als Regimentsmedikus in Stuttgart angestellt. Nebenbei schrieb er Gedichte wie genauso das Sturm-und-Drang-Drama „Die Räuber", das er ein Anno später anonym veröffentlichte und dessen Uraufführung am 13.1.1782 im Mannheimer Hof- und Nationaltheater einen außerordentlichen Erfolg zu verzeichnen hatte.
Für seine unerlaubte Reise nach Mannheim erhielt er eine zweiwöchige Arreststrafe und darüber hinaus noch das herzogliche Verbot jeglicher anderen poetischen Betätigung, wonach Schiller via seines Freundes J. A. Streicher Ende September 1782 aus Stuttgart ins pfälzische Ausland flüchtete. Auf Grund schwieriger materieller Lage fand er bekanntermaßen während Karoline von Wolzogen, die ihm Unterschlupf auf ihrem Gut in Bauerbach im Zuge Meiningen gewährte.

1783 bekam er in Mannheim eine Anstellung als Theaterdichter (Uraufführung „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua", 1783; „Kabale und Liebe", 1784). Als Mitglied der Kurfürstlichen Dt. Gesellschaft trug er Ende 1784 am Hof in Darmstadt den 1. Akt von „Don Carlos, Infant aus Spanien" vor und erhielt darauf folgend vom anwesenden Herzog Karl August den Ehrentitel eines Weimarischen Rats.
Anfang 1785 erschien die erstmalige Zeitschrift „Rheinische Thalia" (1785/86 bis 1791 als „Thalia" weitergeführt), von Schiller selbständig gegründet und weitgehendst mit spezifischen Beiträgen gefüllt, via die er vergeblich seine unzureichende wirtschaftliche Lage bessern wollte, nachdem sein Vertag am Mannheimer Theater nicht verlängert worden war.
Auf Einladung von Christian Gottfried Körner kam er im April 1785 nach Leipzig. Noch im gleichen Anno folgte er Körner nach Dresden (Vollendung des „Don Carlos", „Der Geisterseher", 1787-89).

1787 ließ er sich in Weimar nieder, wo er Kontakte zu J. G. Herder und C. M. Wieland knüpfte und gleichfalls mit der Arbeit als Histograph („Geschichte des Abfalls der Vereinigten Niederlande", 1788) begann. 1788 begegnete Schiller erstmals J. W. Goethe, doch solcher Kontakt sollte zuerst folgenlos bleiben.

Auf Anraten Goethes erhielt er 1789 eine weniger gutbezahlte Geschichtsprofessur in Jena (Antrittsvorlesung: „Was lautet und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?")

Anfang 1790 heiratete er Charlotte von Lengefeld (1766-1826) und siedelte nach Jena über („Geschichte des Dreißigjährigen Krieges", 1789-1793). Seine Beschäftigung mit der Antike ließen einige Arbeiten entstehen („Die Götter Griechenlands", Gedichte 1788).

Der verschlechterte Gesundheitszustands Schillers erzwang Anfang 1791 die Aufgabe seiner Lehrtätigkeit. Doch längst im gleichen Anno machte es ihm ein dreijähriges (später um zwei Jahre verlängertes) Ehrengehalt des Herzogs Friedrich Christian II von Schleswig - Holstein - Sonderburg - Augustenburg und des dänischen Finanzministers Ernst Heinrich Graf von Schimmelmann denkbar sich philosophischen Untersuchungen zu widmen, u. a. Kant - Studium (ästhetische Schriften „Über Anmut und Würde", 1793; in den Briefen „Über die ästhetische Erziehung des Menschen", 1795).

In den Annos 1793 / 94 hielt er sich in Ludwigsburg und Stuttgart auf, wo Schiller unter Mitwirkung von W. von Humboldt und J.G. Fichte 1795-1797 innerhalb dem Verleger Johann Friedrich Cotta die literarische Zeitschrift „Die Horen" herausgab, in der er ebenso eigene Abhandlungen veröffentlichte.
Durch seine Einladung an Goethe 1794, an den „Horen" mitzuarbeiten, begann der gegenseitige Austausch der beiden Dichter; in solcher Zusammenarbeit entstanden u. a. 1796 die „Xenien", 1797 das „Balladenjahr" (von Schiller: z.B. „Der Handschuh", „Die Kraniche des Ibykus", „Der Ring des Polykrates", „Der Taucher", „Die Bürgschaft").
1802 siedelte er endgültig nach Weimar über, wo er im selben Anno noch in den Adelsstand angesammelt wurde. In seinen letzten Annos widmete er sich dem dramatischen Schaffen. Nach langjähriger Arbeit an der „Wallenstein"-Trilogie, die er in diesen Annos abschloß, folgten, zunehmend gegen Krankheit kämpfend, „Maria Stuart", 1801; "Die Jungfrau von Orléans", 1802; „Die Braut von Messina", 1803; „Wilhelm Tell", 1804; „Demetrius", das letzte Drama Schillers blieb unvollendet (erschien 1815).

1800 brachte er als Übersetzungen und Bearbeitungen für das von Goethe geleitete Weimarer Nationaltheater Shakespeares „Macbeth", 1801 Gozzis „Turandot" und Lessings „Nathan der Weise" auf die Bühne.
Am 9.5.1805 starb Schiller mit bloß 46 Annos in Weimar.

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