Klassische Autoren – Michael Ende

Michael Ende wurde 1929 als Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende und dessen Frau Luise Bartholomä in Garmisch geboren und wuchs in München auf. Kriegsbedingt konnte er seinen Schulabschluss erst 1948 machen. Im Anschluss daran besuchte er die Falckenberg–Akademie für Darstellende Kunst in München. Nach seinem Abschluss im Jahre 1950 agierte er drei Jahre lang an differenzierten Theatern. In solcher Zeit verfasste Ende erstmalige Texte für verschiedenartige politische Kabaretts. Weiterhin war er ab 1954 acht Jahre lang als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk tätig. Den von ihm verfassten Theaterstücken war dennoch kein Erfolg beschert. Sein Manuskript „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wurde von zwölf Verlagen missbilligt, bevor ihn der Thienemann Verlag 1960 veröffentlichte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und zusätzlich mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Große Bekanntheit erreichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ genauso anhand die Marionetten-Stücke der „Augsburger Puppenkiste“, welche im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Im Jahre 1962 erschien der Nachfolgeroman „Jim Knopf und die Wilde 13“. 1964 heiratete Ende seine erstmalige Frau Ingeborg Hoffmann, mit der er 1970 nach Italien zog. Dort entsteht 1973 sein Roman „Momo“, zu dem er in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Mark Lothar das Libretto zur Oper „Momo und die Zeitdiebe“ erschuf. An der 1985 umgesetzten Verfilmung von „Momo“ war Michael Ende als Drehbuchautor beteiligt, ferner spielte er im Video eine winzige Nebenrolle. Sein vermutlich bekanntestes Werk veröffentlichte er im Anno 1979: „Die unendliche Geschichte“. Gleichfalls die Verfilmung des Werkes von Seiten Regisseur Wolfgang Petersen wurde ein großer Erfolg, obwohl Michael Ende auf Grund von künstlerischen Differenzen die Nennung seines Namens im Zusammenhang mit dem Video untersagt. Der Streifen zieht zwei Fortsetzungen nach sich, die allerdings bis auf den Titel und einiger Figuren keinen Zusammenhang mit der literarischen Vorlage innehaben. Nach dem Ableben seiner ersten Frau im Jahre 1985 heiratet Ende vier Jahre später Mariko Satō, die einige seiner Werke ins Japanische übersetzt hatte. Im selben Anno erscheint „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Michael Ende erlag 1995 im Alter von 65 Annos einem Krebsleiden. Sein Grab auf dem Münchener Waldfriedhof schmückt ein überdimensionales Buch aus Bronze, aus dem die von ihm erschaffenen Figuren hervortreten. Das Grabmal wurde von Ludwig Valentin Angerer gefertigt. Michael Endes Werke wurden in 45 Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren.

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